Mode

Underthings I – Die Unterwäsche viktorianischer Damen

Zum Look des langen 19. Jahrhunderts gehört nicht nur ein schönes Kleid oder Kostüm, sondern auch die richtige Unterwäsche. Im viktorianischen Zeitalter ist diese nicht nur dem Komfort geschuldet, sondern spielt eine wichtige Rolle: Sie ist formgebend und ohne sie ist man nicht richtig gekleidet. Viktorianische Kleidung ist der Dame auf den Leib geschneidert, wobei auch immer die Passform der Unterwäsche berücksichtigt wird. Dadurch entsteht das sehr elegante Gesamtbild.

Die Basics sind schnell erzählt: Zur Unterwäsche einer viktorianischen Dame gehört immer die Chemise. Unterröcke, manchmal mehrere und manchmal weniger Lagen, sind ebenfalls ein Muss, sowie das Korsett. Im Verlauf der rund 70 Jahre Modegeschichte, die diese Epoche zu bieten kann, kommen jedoch immer wieder neue Hilfsmittel hinzu und verschwinden wieder, je nachdem, welche Silhouette gerade modern ist. Deshalb gehen wir die Geschichte der Unterwäsche im 19. Jahrhundert heute chronologisch durch.

Drawers – Die Erfindung der Unterhose

Die Basics: Links: Unterhose, Baumwolle, ca. 1885 | Mitte: Chemise, Baumwolle, 1876 | Rechts: Korsett in Rückenansicht, Seide, 1878 (Met Museum)

Unterhosen für Frauen waren bis zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts eine Seltenheit. Erst in den 1840ern und 1850ern kamen die bekannten langen Unterhosen auf, die allerdings meist nicht gebunden waren, sondern einfach offen herunter hingen, und der Einfachkeit halber im Schritt nicht zugenäht waren. Diese Entwicklung hängt mit dem Aufkommen der Krinoline zusammen: Die Röcke wurden immer weiter und die Gefahr, dass der Wind sie hochfliegen ließ oder man stolperte und alles verrutschte, wurde größer. Zudem benötigte man die neuen Unterhosen als zusätzlichen Wärmespender, da durch die Krinoline die Röcke vom Körper ferngehalten wurden wie ein Zelt.

Für die Damen der Gesellschaft wurden Unterhosen also zur Mitte des Jahrhunderts eine gesellschaftliche Pflicht, während Arbeiterinnen bis zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts weiterhin bloß die Chemise als Unterwäsche verstanden. Während die Unterhosen der frühen viktorianischen Ära noch sehr weit, unförmig und lang waren, entwickelten sich Ende der 1860er die bekannten knielangen Unterhosen, die am Knie und in der Taille mit einem Band festgehalten werden. Als die Kleider um 1870 enger wurden, wurden es auch die Unterhosen: Die berühmten Knickerbocker-Unterhosen entstehen.

In den 1890ern kamen kurze, weite Unterhosen auf, die mit Satinbändern und Rüschen geschmückt sein konnten und nicht mehr bloß weiß und anständig waren, wie in den Jahrzehnten zuvor – ein Umstand, der eigentlich jedes Unterwäschestück der viktorianischen Jahre betrifft. Das hängt damit zusammen, dass gegen Ende der viktorianischen Ära und zu Beginn der edwardianischen ein gesellschaftliches Umdenken stattfand: Frauen wurden selbstbewusster, sportlicher, hatten mehr Rechte. Zeitgleich mit dieser Entwicklung wurde die gesellschaftliche Ablehnung von sexuellen Themen etwas lockerer. Durch die inzwischen akzeptierte sportliche Betätigung von Frauen, setzte sich nun auch der geschlossene Schritt durch.

Während weibliche Unterhosen noch einige Jahre zuvor als das schändlichste Gesprächsthema überhaupt galten, war es mittlerweile möglich hübsche, verspielte und verzierte Damenunterwäsche herzustellen und um 1900 in eigenen Läden offen zu verkaufen. “Dessous” als Accessoires und hübsches Kleidungsstück aus Seide oder Spitze anstatt bloßem Nutzkleidungsstück aus anständigen weißen Leinen sind eine Entwicklung aus dem fin de siècle, als neben Moralpanik und Angst vor dem Niedergang der Gesellschaft zusammenhängend ein neuer Wind wehte: Nicht umsonst nennt man das Jahrzehnt auch die naughty nineties. Der Slip, wie wir ihn heute kennen, stammt von circa 1914, als das Elastik als Hosengummi in Mode kam.

Die Chemise – Weiße Leinen und Baumwolle 

Das Herzstück der viktorianischen Unterwäsche dürfte die Chemise darstellen, die man über die Drawers anzog. Chemises, zu Deutsch auch manchmal Hemdkleid genannt, sind bereits seit dem Mittelalter ein fester Bestandteil von Damenkleidung. Oben in der Mitte könnt ihr eine Chemise aus dem Jahr 1876 sehen, die reich mit Rüschen und Spitze verziert ist. Das Auffällige an dieser Chemise ist die Taillierung. Die gewöhnliche Chemise des viktorianischen und edwardianischen Zeitalters fiel frei ohne Einnahme in der Taille und war auch meist kaum verziert.

Die Aufgabe der Chemise war es, den Körper vor dem Korsett und dem rauen Stoff des Kleides zu schützen, jedoch auch die teure, edle Kleidung davor zu bewahren, durch Körperkontakt schnell schmutzig zu werden. Die Chemise wurde auf der Haut getragen und bestand meist aus wärmenden, weichen Stoffen wie Baumwolle. Im Verlauf des Jahrhunderts wurde die Chemise weniger bescheiden: Aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert kennt man Chemises, die mit Satinbändern und Rüschen, manchmal sogar mit Goldfäden verziert sind oder gleich eine kräftige Farbe haben.

Frühe Chemises reichen oft bis zur Wade, haben kurze Puffärmel und kommen in verschiedenen Formen für verschiedene Tageszeiten: Chemises, die unter Abendkleidern getragen wurden, haben zum Beispiel einen anderen Ausschnitt als solche, die für alltägliche Besuche und Ausflüge gedacht sind, da Abendkleider oft weiter ausgeschnitten waren und die Chemise natürlich nicht unter dem Kleid hervorschauen durfte. Im Verlauf des Jahrhunderts wurde die Chemise kürzer und enger, um sich besser an die neuen, weniger voluminösen Kleidermoden anpassen zu können. Die Chemise ohne Ärmel mit V-Ausschnitt und vielen Verzierungen war im edwardianischen Zeitalter sehr beliebt, bevor die Chemise nach Jahrhunderten vollends aus der Mode verschwand.

Das Korsett – Der ständige Begleiter 

Links: Korsett, Baumwolle, 1840er | Mitte: Korsett, Baumwolle, 1880er | Rechts: Korsett, Maison Léoty, Seide, 1891 (Met Museum)

Zur Geschichte des Korsetts gibt es hier einen eigenen Artikel, doch auslassen kann ich es trotzdem nicht, wenn es um viktorianische Unterwäsche geht. Deshalb nehme ich diesen Artikel als Anlass, noch ein paar mehr Details zum Korsett des viktorianischen Zeitalters hier zu lassen. Das Korsett wurde über der Chemise getragen und im Rücken geschnürt, sowie vorn mit Häkchen verschlossen. Viele Damen ließen ihr Korsett nicht jeden Tag neu schnüren, sondern öffneten und schlossen es einfach vorn, wodurch die Schnürung im Rücken nicht beeinträchtigt wurde. Es war aber auch möglich das Korsett ohne Hilfe allein zu schnüren.

Heute ist das Korsett meist ein Accessoire oder wird medizinisch verwendet, damals war es viel mehr als das und noch viel mehr als ein Stück Unterwäsche, das zur Stützung des Oberkörpers verwendet wurde. Viktorianische und edwardianische Damen nutzten das Korsett zur dauerhaften Modifikation des Körpers. Das bedeutet, dass das Korsett über Monate und Jahre immer etwas enger geschnürt wurde, bis die gewünschte Taillenbreite erreicht war. Dafür nutzte man nicht jahrelang dasselbe Korsett, sondern ließ ein Neues anfertigen, wenn das Alte sich nicht mehr enger schnüren ließ.

Allerdings reduzierten die meisten Damen ihre Taillen, wenn überhaupt, bloß um wenige Zentimeter. Das Tight-Lacing, also das Schnüren einer besonders dünnen Wespentaille, kam erst gegen 1890 auf und war niemals eine richtige Mode. Alle Gerüchte von Ohnmacht oder Tod durch das Korsett sind grober Unfug: Das Korsett verursachte keinesfalls Krebs oder Skoliose, es sorgte nicht dafür, dass sich die Rippen in die Lungen schoben und das Reduzieren der Taille war, wenn man es richtig anging, nicht einmal besonders schmerzhaft oder ungemütlich: Es erforderte Zeit und Geduld. Geht man es richtig an, kann man sogar im modernen Alltag im Korsett alles machen, was auch ohne geht.

Die permanente Reduktion der Taille war nicht ungesund, denn niemand schnürte von heute auf morgen einfach so die Taille auf 18 inches (ca. 45 cm) wie Camille Clifford sie (angeblich!) hatte. Wie gesagt, das brauchte viel Geduld und außer Schauspielerinnen und anderen It-Girls, die im Rampenlicht standen, beachtete niemand dieses Ideal. Dazu muss auch gesagt werden, dass es auch damals bereits möglich war, Fotos zu bearbeiten: Die extrem schmalen Taillen von Fotomodells und Schauspielerinnen sind gewiss nicht immer echt, sondern durch vorteilhafte Posen und Beleuchtung hervorgerufen, oder eben auch durch das nachträgliche Bearbeiten des Fotos.

Allerdings gab es damals bereits die sogenannte Korsett-Kontroverse: Einige Frauen akzeptierten das Korsett, schliefen sogar darin und trugen es – und das ist keine Übertreibung – für Jahre am Stück. Andere bezweifelten den Nutzen des Kleidungsstückes, trugen es gar nicht oder bloß zu offiziellen Anlässen und setzten sich für andere Alternativen ein. Das Korsett ist also keinesfalls ein Zwang, wie es oft dargestellt wird, sondern so gesehen einfach ein Mainstream-Kleidungsstück, das für viele einfach dazugehörte, wie heute der BH.

Unterröcke und Struktur – Nutzen und Form

Links: Korsett, und formgebende Unterröcke und Ärmelpolster, ca. 1830 | Mitte: Krinoline, ca. 1860 | Rechts: Tournüre, ca. 1885 (Met Museum)

Unterröcke sind in der westlichen Mode fast genauso verankert wie die Chemise: Sie dienen jedoch nicht nur zum Schutz und zur Wärme, sondern geben dem Kleid auch eine Struktur, eine Form, weshalb sie eng mit den formgebenden Hilfsmitteln wie Krinoline und Tournüre zusammenhängen: Der Unterrock muss auf das Gerüst und den Schnitt des Kleides abgepasst sein. Zu Beginn der Ära wurden Unterröcke noch einzeln getragen, doch als die Röcke immer weiter wurden, trug man mehrere gestärkte Unterröcke, um dem Rock die gewollte Glockenform zu geben und ihn so steif und unnachgiebig wie möglich zu machen.

Bevor die Krinoline nach 1856 beliebt wurde, gab es auch Unterröcke mit Schnürungen oder Pferdehaarverstärkung. Mit dem Aufkommen der Krinoline (und ab 1869 der Tournüre) wurde es Mode einen Unterrock unter der Krinoline zu tragen und einen darüber, um das meist aus Stahl oder Walknochen bestehende (und trotzdem sehr flexible) Konstrukt etwas weicher aussehen zu lassen und das Tragen angenehmer zu machen. Den Unterrock, der über der Krinoline getragen wurde, sah man oft, da er unter dem eigentlichen Kleidsaum hervorschaute, was dazu führte, dass Unterröcke nicht bloß mehr weiße Leinenröcke waren, sondern farbig und mit Stickereien verziert, sowie auf einzelne Kleider zugeschnitten, damit alles zusammenpasste.

So wurde es zu Beginn der 1870er auch modern Unterröcke mit Rüschen und langer Schleppe zu tragen, die unter dem aufgesteckten Rock sichtbar waren und die Tournürenmode unterstrichen. Das Ende der 1870er sieht eine kurze Zeit ganz ohne ein solches Konstrukt, dass die Röcke hält und manchmal sogar ohne Unterrock. Da jedoch Schleppen, Rüschen und Spitze des Unterrocks, die unter dem eigentlichen Kleid hervorschauten, modern geworden waren, konnte man trotzdem modisch sein, indem man die hervorschauenden Teile einfach an die Innenseite des Kleides heftete und so einen Unterrock vortäuschte. Als die Tournüre in den 1880ern zurückkehrte, hatten natürlich auch die Unterröcke ihr Comeback.

In der späteren Belle Époque, zu Beginn der 1890er, wurden Röcke so schmal wie lange nicht: Nun trug man meist steife Seidenunterröcke. Der Volant, der sich bereits durch die gesamte Epoche zieht, erfreute sich neuer Beliebtheit. Hierbei handelt es sich um eine Verstärkung des Rocksaums durch Rüschen oder ähnliches, das den Rock schön schwingen lässt. So einen Unterrock könnt ihr unten links sehen. Der Unterrock hat außerdem eine Schleppe, die die Schleppe des Kleides daran hindert über den Boden zu schleifen und schmutzig zu werden.

Im Winter trug man übrigens sehr dicke, gepolsterte Unterröcke, die ein wenig an Steppdecken erinnern und sicherlich schön warm gehalten haben. Der Unterrock wurde über die viktorianische Ära zum Symbol für Weiblichkeit, was auch die vielen Rüschen, Spitzenbesätze und Stickereien erklärt. Während das edwardianische Zeitalter oft als Hochzeit des Unterrocks verstanden wird, geriet er zu Beginn der 1920er schlagartig aus der Mode. Er kehrte jedoch in den 1940ern erneut zurück und wird bis heute manchmal zur Polsterung von Röcken getragen.

Camisole – Untertaille und corset cover

Links: Unterrock mit Schleppe, Baumwolle, 1895 | Mitte: Untertaille, Baumwolle, 1880 | Rechts: Unterwäscheset – Untertaille und Unterrock, Nachthemd, und Chemise mit Unterhosen, Leinen, 1898 (Met Museum)

Während wir die Basisunterwäsche einer Dame der Belle Époque nun abgedeckt haben, kommt hier und da noch etwas Flitterkram hinzu, der sich jedoch bloß auf einzelne Zeitabschnitte bezieht, nicht auf die gesamte Ära. Das wichtigste dieser Teile ist das sogenannte corset cover – etwas, womit man das Korsett bedecken und so schützen konnte, schließlich sollte ein teures, aufwendig gemachtes Korsett lang halten. Corset covers sehen ein wenig aus wie moderne Blusen und sind oft an den Seiten eingenommen, um sich eng an die eingeschnürte Figur der Trägerin zu schmiegen und nicht aufzutragen: Sie werden natürlich nach Maß hergestellt. Wird das Korsett enger geschnürt oder ein neues Korsett bestellt, wird auch ein neues corset cover in Auftrag gegeben.

Zu Beginn des viktorianischen Zeitalters war das corset cover noch als Stofffetzen an der Chemise befestigt, was jedoch bald aus der Mode kam und zu Beginn der 1870er durch die Untertaille ersetzt wurde, auf Englisch das corset cover. In dieser Zeit wurde das corset cover zu einem gesellschaftlichen Muss. Wollte man als Dame nicht in verzwickte Situationen geraten, trug man eine Untertaille unter dem Mieder und über dem Korsett, um zu tiefe Einblicke ins Dekoletée zu vermeiden und Kleid und Korsett voreinander zu schützen.

Interessant ist auf jeden Fall, dass viele ärmere Frauen, die sich die Pariser Mode nicht leisten konnten – ob aus Geldgründen, oder weil sie sich bei der Arbeit gut bewegen können mussten – anstatt des Korsetts nur eine solche Untertaille trugen: Eine Art enges Mieder aus Baumwolle, das den Körper stützte und die Haut vor dem Stoff des Überkleides schützte. Einige nähten sich sogar Seile oder gar Knochen in ihre Untertaille, um den Korsetteffekt vollkommen zu machen. Auch hier bringen die 1890er einen großen Wandel: Die Untertaille, nun camisole genannt, war genau wie die restlichen Unterwäschestücke nun verspielt, reich verziert und aus edlen teuren Stoffen hergestellt.

Das fin de siècle und das beginnende edwardianische Zeitalter sind außerdem eine Zeit, in der ein großer Busen im Vergleich zu weiten Hüften und einer schmalen Taille sehr beliebt wurde. Viele Frauen ließen ihren Busen durch Rüschen, Volants und Stofflagen vorn am Kleid oder an der Bluse größer aussehen, doch einige nutzten auch eine extra hierfür neu entworfene Art von Camisole: Durch gestärkte Rüschen und Stofflagen an der Untertaille sah der Busen größer aus. Es gab auch Einlagen, Gestelle aus Draht und Stofffüllungen, doch viele Frauen bevorzugten die Untertaille, weil sie weicher und gemütlicher zu tragen war.

Fazit – Wir kleiden uns an 

Als wohlhabende Dame im Jahr 1890 wollen wir uns nun ankleiden. Wie gehen wir vor? Zuerst ziehen wir die langen Unterhosen an, die wir oben zuknöpfen und unter dem Knie mit einem Bändchen fixieren. Darüber schlüpfen wir in die Chemise, das weiße Hemdkleid mit den Rüschenärmeln. Wenn wir das nun anhaben, folgt unser Korsett. Wir haben unsere Taille auf 65cm reduziert und sind damit glücklich, weshalb das Korsett eng, aber angenehm über der Chemise anliegt.

Nun folgt ein kleines Polster, das über der Hüfte befestigt ist und dafür sorgen soll, dass unser Kleid später der Mode nach schön füllig wirkt und gut fällt. Darüber streifen wir den Unterrock mit Schleppe und Rüschen. Zu guter Letzt ziehen wir unsere Untertaille über. Natürlich tragen wir auch Seidenstrümpfe, die mit Strumpfbändern festgemacht sind. Und schon haben wir unsere Unterwäsche beisammen.

Wie viel wiegt das alles? Das kommt drauf an. Die Unterwäsche einer viktorianischen Dame allein konnte in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu drei Kilogramm schwer sein, nach dem Wegwallen von schweren Unterröcken, Krinoline und Tournüre dürften wir aber beachtlich weniger zu tragen haben. Diese Veränderungen in der Mode sind nicht zuletzt ein Erfolg der Rational Dress Society, die sich für praktische und gesunde Damenmode einsetzte und besonders stützende Unterwäschealternativen forderte, die nicht so schwer wogen. Aber dazu später mehr.


Beitragsbild: “Nana” von Édouard Manet, 1887 | Manets “Nana” durfte nicht im Salon de Paris ausgestellt werden, da es eine Prostituierte in Unterwäsche zeigt. Nana trägt sichtbar eine Chemise, ein edles, blaues Korsett, Unterhosen und Seidenstrümpfe.


Selbst nachlesen?

Nunn, Joan: Fashion in Costume. 1200-2000. 2000.

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5 Kommentare

  • Kers

    Danke für die detailierte Beschreibung. Ich suche seit längerem Informationen zu Schwangerschaftskleidung inkl. Unterwäsche im 19. Jh. – vielleicht wäre das mal ein Thema für dich… Lg, Kerstin

    25. Februar 2014 at 18:24 Reply
  • Charlotte Oskar

    Das Schwangerschaftskorsett habe ich tatsächlich noch auf der Liste. Diese Woche wollte ich Männerunterwäsche machen, aber die drauf könnte ich Umstandsmode echt mal machen. 🙂 Danke für die Idee.

    25. Februar 2014 at 18:30 Reply
  • Tanja

    Liebe Charlotte, bin begeistert von Deinen Kenntnissen. Vielen Dank fuer diesen Artikel, such' schon seit langem Informationen zu diesem Thema, aber gelesen und gefunden von mir meist auf Englisch.Ich habe nur eine kleine Ergaenzung: Struempfe (mit Strumpfbaender) gehoeren wohl auch dazu oder?

    17. Dezember 2014 at 17:14 Reply
  • Charlotte Oskar

    Liebe Tanja, vielen Dank. Und du hast natürlich vollkommen Recht. Die Strümpfe habe ich einfach vergessen. :'D Strümpfe sind dabei total interessant, weil die sehr oft bunt oder gemustert waren, nicht einfach weiß. Teilweise sogar sehr hübsch bestickt. Ähnlich wie das Korsett, das niemand gesehen hat und das trotzdem meist hübsch verziert und verarbeitet war, kann man denke ich davon ausgehen, dass sie der Dame gefallen sollten und nicht nur einen praktischen Zweck hatten.

    17. Dezember 2014 at 17:21 Reply
  • Jennifer R.

    Wirklich eine sehr detaillierte Beschreibung. Gefällt mir sehr gut. Danke dir für deine ganze Mühe. 🙂

    3. Februar 2015 at 14:45 Reply
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